Warum braucht der Fleischeinkauf eine Spezifikation?
Weil dieselbe Bezeichnung in verschiedenen Ländern unterschiedliche Stücke meint. Eine Spezifikation legt Schnittführung, Gewicht, Parierung und Verpackung schriftlich fest und macht die Lieferung überprüfbar.
Was in Deutschland als Hüfte verkauft wird, wird in Spanien, Frankreich oder auf den Golfmärkten oft anders begrenzt und anders benannt. Auch Begriffe wie „Steakhüfte“, „Rumpsteak“ oder „Schulter“ lassen Spielraum: mit oder ohne Deckel, mit oder ohne Fettauflage, ganz oder portioniert.
Eine Spezifikation beseitigt diesen Spielraum. Sie dient als Grundlage für das Angebot, für die Zerlegung beim Lieferanten und für die Kontrolle beim Wareneingang. Wird später reklamiert, ist sie der Maßstab.
Als gemeinsame Sprache haben sich die UNECE-Normen für Fleisch bewährt. Sie beschreiben Teilstücke von Rind, Kalb, Schaf und Geflügel international einheitlich, mit Schnittgrenzen und Codes. Wer zusätzlich Fotos und eine kurze Beschreibung der gewünschten Parierung beilegt, vermeidet die meisten Missverständnisse. Für wiederkehrende Bestellungen lohnt es sich, je Artikel eine feste Spezifikation mit Versionsnummer zu führen.



